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playwright Heiner Müller

Heiner Müller wurde am 9. Januar 1929 in Sachsen geboren. Nach kurzzeitiger amerikanischer Gefangenschaft trat er 1947 der SED bei. Er begann seine journalistische Arbeit als Literaturkritiker, wurde Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Schriftsteller-Verbandes, übernahm schließlich die Redaktion der Zeitschrift "Junge Kunst". An der Berliner Volksbühne wurde erstmals ein eigenes Stück von Müller aufgeführt. Später arbeitete er am Maxim Gorki-Theater (Berlin) und begann seine Tätigkeit als freischaffender Autor. Nach der Uraufführung von "Der Lohndrücker" und "Die Korrektur" erhielt Müller den Heinrich-Mann-Preis. Das folgende Stück "Die Umsiedlerin" wurde nach der ersten Aufführung abgesetzt und dem Autor "unzureichende Darstellung der Wirklichkeit" vorgeworfen. Dieser schrieb das Stück um, 1976 wurde es unter dem neuen Titel "Die Bauern" aufgeführt. 1970 hatte Müller ein Engagement für sechs Jahre als Dramaturg am Berliner Ensemble angenommen, das in dieser Zeit entstandene Stück "Mauser" wurde in der DDR verboten. Über die USA gelangte es nach Westdeutschland und erlebte 1980 in Köln seine deutsche Erstaufführung. Nach Ende seines Vertrages am Berliner Ensemble trat Heiner Müller eine Stelle als Dramaturg der Berliner Volksbühne an. Später wurde er Mitglied und für einige Zeit Präsident der Akademie der Künste, betätigte sich aber nach dem Zusammenbruch der DDR überwiegend als Regisseur. In Frankfurt/Main wurde ihm 1990 das Festival "Experimenta" gewidmet, die bis dahin größte Werkschau eines einzelnen Künstlers. Zum Co-Direktor als Teil des fünfköpfigen Leitungsteams ans Berliner Ensembles berufen, gab Müller 1993 sein Debüt als Opernregisseur. Später übernahm er die alleinige Leitung des Berliner Ensembles. Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt er den Europäischen Theaterpreis. Am 30. Dezember 1995 starb Heiner Müller in Berlin.

Stücke/plays:
SCHLACHT (1. Fssg., 1951)
DIE REISE (1951 / 52)
SZENEN AUS EINEM STÜCK ÜBER WERNER SEELENBINDER (1952)
GESPRÄCH DER BEDIENSTETEN IM PALAST DES AGAMEMNON WÄHREND DIESER ERMORDET WIRD IN DER KÜCHE (1952 / 53)
TRAKTOR (1. Fssg., 1955)
ZEHN TAGE, DIE DIE WELT ERSCHÜTTERTEN (mit Hagen Müller-Stahl, 1956)
DER LOHNDRÜCKER (mit Inge Müller, 1956)
DIE UMSIEDLERIN ODER DAS LEBEN AUF DEM LANDE (1956)
GERMANIA TOD IN BERLIN (1. Fssg., 1956)
DIE BRÜCKE FÄLLT AUS (1957)
DIE KORREKTUR (mit Inge Müller, 1957)
PHILOKTET (1958)
GLÜCKSGOTT (1958)
DIE BAUERN (2. Fssg. der „Umsiedlerin“, 1961)
TRAKTOR (2. Fssg., 1961)
UNTERWEGS (mit Inge Müller und Günter Jäniche, 1963)
DER BAU (1963 / 64)
HERAKLES 5 (1964)
DIE BAUERN (3. Fssg. der „Umsiedlerin“, 1964)
SOPHOKLES: OEDIPUS TYRANN (1966)
PROMETHEUS (1967 / 68)
DRACHENOPER (Libretto für „Lanzelot“ von Paul Dessau, 1967 / 68)
HORIZONTE (1968)
DER HORATIER (1968 / 69)
WALDSTÜCK (1969)
MAUSER (1970)
MACBETH (1971)
GERMANIA TOD IN BERLIN (2. Fssg., 1971)
ZEMENT (1972)
MEDEASPIEL (1974)
TRAKTOR (3. Fssg., 1974)
DIE SCHLACHT (2. Fssg., 1974)
LEBEN GUNDLINGS FRIEDRICH VON PREUßEN LESSINGS SCHLAF TRAUM SCHREI. Ein Greuelmärchen (1976)
RUINE DER REICHSKANZLEI (Szene geschrieben für das Gastspiel der „Schlacht“ in Paris, 1977)
DIE HAMLETMASCHINE (1977)
DER UNTERGANG DES EGOISTEN JOHANN FATZER (nach Brecht, 1978)
QUADRIGA (1978)
ROSEBUD (1978)
PHILOKTET 1979. DRAMA MIT BALLETT (Entwurf, 1979)
DER AUFTRAG (1979)
HERZSTÜCK (1981)
QUARTETT (1981)
VERKOMMENES UFER MEDEAMATRIAL LANDSCHAFT MIT ARGONAUTEN (1982)
BILDBESCHREIBUNG (1984)
WOLOKOLAMSKER CHAUSSEE I.: RUSSISCHE ERÖFFNUNG (1984)
WALLENSTEIN (1985)
WOLOKOLAMSKER CHAUSSEE II.: WALD BEI MOSKAU (1985 / 86)
WOLOKOLAMSKER CHAUSSEE III.: DAS DUELL (1985 / 86)
ALI IM WUNDERLAND (Schlussszene zu einem Wallraff-Abend, 1986)
KANACKENREPUBLIK (Szene, 1986)
WOLOKOLAMSKER CHAUSSEE IV.: KENTAUREN (1987)
MAELSTROMSÜDPOL (Projekt mit Erich Wonder und Heiner Goebbels, 1987)
WOLOKOLAMSKER CHAUSSEE V.: DER FINDLING (1988)
PROMETHEUS IN DER BILDBESCHREIBUNG (Szene, 1990)
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